IT-Techniker überprüft einen WLAN-Access-Point in einem Büro mit einem Tablet.© Professionelle WLAN-Planung im Unternehmen

Schlechtes WLAN im Büro: Warum zusätzliche Repeater oft nicht helfen

Das WLAN bricht während einer Videokonferenz ab, mobile Geräte verlieren immer wieder die Verbindung oder bestimmte Räume werden kaum erreicht. In vielen Unternehmen wird dann zunächst ein weiterer Repeater angeschafft. Das kann kurzfristig helfen, löst die eigentliche Ursache aber häufig nicht.

Ein zuverlässiges Firmen-WLAN entsteht nicht durch möglichst viele Geräte, sondern durch eine geplante Netzwerkinfrastruktur. Gebäudeaufteilung, Anzahl der Nutzer, eingesetzte Anwendungen und die Sicherheit des Unternehmensnetzwerks müssen gemeinsam betrachtet werden.

Warum ist das WLAN im Unternehmen langsam?

Die Ursache liegt nicht immer am Internetanschluss. Selbst eine schnelle Glasfaserverbindung bringt wenig, wenn das WLAN innerhalb des Gebäudes schlecht verteilt wird.

Typische Ursachen sind:

  • ungünstig platzierte Router und Access Points

  • massive Wände, Stahlbeton oder mehrere Etagen

  • zu viele Geräte an einem einzelnen Zugangspunkt

  • Störungen durch benachbarte WLAN-Netze

  • veraltete Router oder Access Points

  • falsch gewählte Funkkanäle

  • fehlende Netzwerkkabel zwischen den Zugangspunkten

  • eine nicht zur Gebäudestruktur passende WLAN-Lösung

Auch Maschinen, Regale, technische Anlagen oder größere Metallflächen können die Funkverbindung beeinträchtigen. Besonders in Werkstätten, Lagerhallen, Hotels, Pflegeeinrichtungen und größeren Bürogebäuden reicht ein zentral aufgestellter WLAN-Router deshalb selten aus.

Warum lösen WLAN-Repeater das Problem nicht immer?

Ein klassischer Repeater empfängt ein vorhandenes WLAN-Signal und sendet es erneut aus. Damit das zuverlässig funktioniert, benötigt er selbst bereits eine gute Verbindung zum Router.

Wird der Repeater dort aufgestellt, wo das WLAN kaum noch ankommt, verstärkt er auch nur ein schwaches Signal. Je nach Gerät und Aufbau kann sich außerdem die tatsächlich verfügbare Datenübertragung reduzieren.

Mehrere unkoordiniert eingesetzte Repeater können weitere Probleme verursachen:

  • Endgeräte bleiben mit einem weiter entfernten Zugangspunkt verbunden.

  • Beim Wechsel zwischen Räumen kommt es zu kurzen Unterbrechungen.

  • Funkkanäle überschneiden sich.

  • Fehler lassen sich nur schwer nachvollziehen.

  • Die Verwaltung und Aktualisierung der Geräte wird unübersichtlich.

Für eine kleine Wohnung kann ein Repeater ausreichen. In einem Unternehmen ist er jedoch selten die beste Grundlage für ein dauerhaft stabiles Netzwerk.

Mesh-WLAN oder professionelle Access Points?

Bei einem Mesh-System arbeiten mehrere WLAN-Stationen zusammen. Geräte sollen automatisch mit dem jeweils besten Zugangspunkt verbunden werden. Für kleinere Büros oder überschaubare Gebäude kann das eine brauchbare Lösung sein.

Professionelle Unternehmensnetzwerke setzen dagegen meist auf mehrere Access Points, die über Netzwerkkabel mit dem zentralen Netzwerk verbunden sind. Die Access Points übertragen die Daten dadurch nicht erneut über eine bereits belastete Funkstrecke.

Das bietet mehrere Vorteile:

  • höhere und gleichmäßigere Übertragungsleistung

  • bessere Versorgung über mehrere Etagen

  • zentrale Verwaltung aller Zugangspunkte

  • kontrollierte Vergabe von Funkkanälen

  • bessere Auslastungsverteilung

  • einfachere Fehleranalyse

  • getrennte Netze für verschiedene Nutzergruppen

Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von der Größe des Gebäudes, der Anzahl der Arbeitsplätze und den verwendeten Anwendungen ab.

Wie viele Access Points werden benötigt?

Dafür gibt es keine pauschale Formel. Ein Access Point pro Etage kann in einem kleinen Gebäude ausreichen, in einem stark unterteilten Büro aber bereits zu wenig sein.

Entscheidend sind unter anderem:

  • Bauweise und Wandstärken

  • Fläche und Anzahl der Räume

  • Zahl der gleichzeitig verbundenen Geräte

  • benötigte Geschwindigkeit

  • eingesetzte Telefonie und Videokonferenzsysteme

  • Lager-, Produktions- oder Außenbereiche

  • gewünschte Abdeckung für Gäste und Mitarbeiter

Eine professionelle WLAN-Planung berücksichtigt deshalb nicht nur die Reichweite. Auch Kapazität und Ausfallsicherheit spielen eine wichtige Rolle.

Zwanzig Geräte, die nur gelegentlich E-Mails abrufen, stellen andere Anforderungen als zwanzig Arbeitsplätze mit Cloud-Anwendungen, Videokonferenzen und WLAN-Telefonie.

Mitarbeiter, Gäste und Geräte voneinander trennen

Ein Firmen-WLAN sollte nicht aus einem einzigen gemeinsamen Netzwerk bestehen. Besucher benötigen keinen Zugriff auf Server, Drucker, Netzwerkspeicher oder interne Verwaltungsgeräte.

Sinnvoll ist eine Trennung verschiedener Bereiche, beispielsweise:

  • internes WLAN für Mitarbeiter

  • separates Gäste-WLAN

  • eigenes Netzwerk für Telefone

  • eigenes Netzwerk für Kameras

  • getrennte Anbindung von Maschinen und technischen Geräten

Diese Trennung erhöht die Sicherheit und verhindert, dass ein privates oder möglicherweise unsicheres Gerät unmittelbar auf interne Systeme zugreifen kann.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt unter anderem aktuelle Firmware, sichere Passwörter und moderne WLAN-Verschlüsselung. WPA3 bietet gegenüber älteren Standards ein höheres Sicherheitsniveau.

Warum die WLAN-Ausleuchtung vor der Installation wichtig ist

Bei einer WLAN-Ausleuchtung werden Signalstärke, mögliche Störquellen und die baulichen Bedingungen geprüft. Auf dieser Grundlage lassen sich Anzahl und Position der Access Points planen.

So wird verhindert, dass Geräte nur nach Gefühl montiert werden. Eine gute Planung reduziert spätere Funklöcher, unnötige Hardware und wiederkehrende Störungen.

Auch bestehende Netzwerke können überprüft werden. Dabei zeigt sich häufig, dass nicht zu wenige Access Points vorhanden sind, sondern diese falsch positioniert oder ungünstig konfiguriert wurden.

Wann sollte das Firmen-WLAN erneuert werden?

Eine Überprüfung ist sinnvoll, wenn:

  • regelmäßig Verbindungsabbrüche auftreten

  • bestimmte Räume nicht zuverlässig versorgt werden

  • Videokonferenzen oder Cloud-Anwendungen stocken

  • immer mehr mobile Geräte eingesetzt werden

  • Mitarbeiter zwischen mehreren WLAN-Netzen wechseln müssen

  • private Router und Repeater unkoordiniert eingesetzt werden

  • kein getrenntes Gäste-WLAN vorhanden ist

  • die eingesetzte Technik keine Sicherheitsupdates mehr erhält

Nicht jede Störung erfordert eine komplette Neuinstallation. Häufig können bestehende Komponenten weiterverwendet und gezielt ergänzt oder neu konfiguriert werden.

Professionelles Firmen-WLAN von NetCommunity

NetCommunity plant und installiert WLAN-Lösungen für Büros, Praxen, Verwaltungen, Hotels, Werkstätten und weitere Unternehmen in Görlitz und der Region.

Wir prüfen die vorhandene Infrastruktur, identifizieren Schwachstellen und entwickeln eine Lösung, die zum Gebäude und zum tatsächlichen Bedarf passt. Dazu gehören je nach Projekt die WLAN-Ausleuchtung, Netzwerkverkabelung, Installation der Access Points, Einrichtung getrennter Netze und die laufende technische Betreuung.

Sie haben Funklöcher, Verbindungsabbrüche oder ein unübersichtliches WLAN aus Routern und Repeatern? Sprechen Sie uns an. Wir prüfen, ob eine neue Anlage notwendig ist oder das bestehende Netzwerk sinnvoll optimiert werden kann.

Autor: Mario Förster

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